FORMFOLGE / SOFTWARE & SCHNITTSTELLEN

Software-Schnittstellen im Erklärvideo: Zeigen, wie Systeme zusammenarbeiten

„Unsere Software verbindet deine Systeme“ klingt gut, bleibt aber abstrakt. Ein Erklärvideo kann zeigen, welche Information wohin gelangt und was dadurch im Arbeitsalltag passiert.

Von Kerim Akgül
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Drei Logos mit Pfeilen sind noch keine Erklärung

Ein Shop, ein ERP-System und eine Versandlösung können in einer Grafik verbunden sein. Der Betrachter weiß danach trotzdem nicht, was übertragen wird, wann das passiert und welche Arbeit ihm abgenommen wird.

Wähle deshalb einen konkreten Vorgang. Beispielsweise: Eine Bestellung geht im Shop ein, wird als Auftrag im ERP angelegt und erhält nach dem Versand eine Sendungsnummer. Die Integration wird verständlich, weil die Information eine erkennbare Aufgabe erfüllt.

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Eine Bestellung durch die Systeme begleiten

Im fiktiven Beispiel bleibt dieselbe Auftragskennung sichtbar. Zuerst erscheint die Bestellung im Shop, danach der übertragene Auftrag im ERP. Eine manuelle Freigabe wird ausdrücklich gezeigt. Erst anschließend erhält die Versandlösung die nötigen Daten; die Sendungsnummer fließt zurück.

So erkennt man nicht nur eine Verbindung, sondern auch Zuständigkeiten. Bei deinem Produkt kann die Reihenfolge anders sein. Ein Film muss den tatsächlichen Ablauf zeigen, einschließlich notwendiger Bestätigungen und möglicher Zwischenlösungen.

FORMFOLGE / ANSCHAULICH PLANEN

Welche Information kommt wo an?

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Shop

Bestellung A-104Artikel + Menge
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ERP

Auftrag A-104Prüfen und freigeben
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Versand

Sendung zu A-104Label + Sendungsnummer

Rückmeldung: Sendungsnummer zurück an ERP und Shop

In diesem Beispiel erfolgt die Freigabe im ERP durch eine Person.

Fiktiver Bestellablauf mit ausdrücklich gezeigter Freigabe. Unterstützte Systeme und Übertragungen sind produktabhängig.
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Daten sollten eine lesbare Bedeutung bekommen

Für einen Vertriebsfilm helfen konkrete Bezeichnungen wie Artikel, Menge, Auftragsstatus oder Sendungsnummer. Bewegte Lichtpunkte zwischen Systemen sehen dynamisch aus, erklären aber kaum, welche Informationen übertragen werden.

Zeige nur die Daten, die für die Aussage wichtig sind. Eine kleine Auftragskarte kann ausreichen, während ein Feldwechsel den neuen Status sichtbar macht. Wenn eine Schnittstelle mehrere Aufgaben hat, werden sie besser in getrennten Sequenzen erklärt als in einem dicht beschrifteten Netz.

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Was automatisch passiert – und was nicht

Ein flüssiger Übergang darf keine Vollautomatisierung erfinden. Wird ein Auftrag erst nach einer Freigabe übertragen, gehört diese Entscheidung in die Bildfolge. Wird ein Bestand in bestimmten Abständen aktualisiert, sollte der Film keine kontinuierliche Echtzeitverbindung behaupten.

Das gilt auch für Fehler und Grenzen. Ein kurzer Marketingfilm muss nicht jeden Sonderfall darstellen. Er darf aber keine falsche Vorstellung über unterstützte Systeme, Übertragungsrichtungen oder verfügbaren Funktionsumfang erzeugen.

  • Welche Information wird übertragen?
  • Welches System ist an dieser Stelle führend?
  • Was löst die Übertragung aus?
  • Wo ist eine manuelle Freigabe nötig?
  • Welche Rückmeldung kommt zurück?
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Je nach Publikum tiefer ins Detail gehen

Für Entscheider zählt häufig zuerst die Veränderung im Ablauf: weniger doppelte Eingaben oder ein sichtbar verbundener Auftrag. Für ein technisches Publikum können zusätzlich Richtung, Auslöser und relevante Zustände gezeigt werden. Dafür braucht es noch keine Animation jedes API-Aufrufs.

Als Grundlage helfen ein realer Beispielvorgang, eine Übersicht der beteiligten Systeme und eine fachliche Ansprechperson. Vertrauliche Daten werden durch abgestimmte Beispieldaten ersetzt. Daraus entsteht eine nachvollziehbare Demo, die sich im Vertrieb oder auf der Website einsetzen lässt.

Häufige Fragen

Muss im Film eine API erklärt werden?

Nur wenn das für dein Publikum wichtig ist. Für viele Interessenten reicht es, den Datenaustausch und die daraus entstehende Handlung zu verstehen. Entwickler brauchen häufig eine andere, technischere Darstellung.

Kann man reale Logos der verbundenen Systeme zeigen?

Das wird vorab geklärt. Der Film sollte nur tatsächlich unterstützte Verbindungen darstellen; Markenmaterial und seine vorgesehene Verwendung werden abgestimmt.

Was ist besser: Diagramm oder Oberfläche?

Ein Diagramm gibt Überblick, eine Oberfläche zeigt das konkrete Ergebnis. Oft ist die Verbindung am verständlichsten: Datenweg zeigen, danach die Änderung am Auftrag sichtbar machen.