Videos für Performance Max: Formate und Aufbau für Produktanzeigen
Dein Produkt ist im Shop gut erklärt, aber in der Anzeige bleiben nur ein Foto und ein kurzer Text? Ein eigenes Video kann die Anwendung zeigen. Für Performance Max sollten Aussage, Bildaufbau und Zielseite zusammenpassen.
Ein eigenes Video gibt dir mehr Gestaltungsspielraum
Google kann für Performance Max aus vorhandenen Bild- und Text-Assets automatisch Videoanzeigen erstellen, wenn keine aktiven, selbst hochgeladenen Videos vorliegen und die Eignungskriterien erfüllt sind. Ein eigenes Video erlaubt dir, die Bildfolge selbst zu planen: Welches Problem kommt zuerst? Wie wird die Funktion gezeigt? Wo endet die Handlung?
Davon zu unterscheiden sind Video-Optimierungen: Google kann auch aus einem hochgeladenen Video weitere Fassungen erstellen. Ein eigener Film bedeutet also nicht, dass grundsätzlich keine automatische Anpassung mehr stattfindet. Die Einstellungen sollten mit der Person abgestimmt werden, die deine Kampagne betreut.
Drei Formate – drei passende Bildaufbauten
Google führt Querformat 16:9, Hochformat 9:16 und Quadrat 1:1 für Video-Assets auf. Die aktuelle Empfehlung nennt eine Länge von 10 bis 60 Sekunden. Das ist ein technischer Rahmen, kein Grund, jede Anzeige auf eine Minute auszudehnen.
Plane die Ausrichtungen früh mit. Im Querformat können Produkt und Aussage nebeneinander stehen. Im Hochformat braucht es häufig eine andere Anordnung und größere Details. Ein Quadrat verlangt erneut eine passende Gewichtung. Ein fertiges breites Video einfach abzuschneiden kann genau den Teil entfernen, der das Produkt erklärt.
Eine Anwendung. Drei Bildaufbauten.
Produkt und Aussage nebeneinander.
Handlung groß, Text darüber.
Produkt mittig, Aussage kompakt.
So könnte eine Produktanzeige aufgebaut sein
Nehmen wir als fiktives Beispiel eine Trinkflasche mit einem Verschluss, der sich mit einer Hand öffnen lässt. Der Einstieg zeigt die konkrete Anwendung: eine Hand hält die Flasche, die andere ist beschäftigt. Danach wird der Öffnungsmechanismus deutlich gezeigt. Am Ende stehen Produkt und nächster Schritt.
Der Film braucht dafür weder eine lange Vorgeschichte noch sämtliche Produkteigenschaften. Eine verständliche Anwendung ist meist die bessere Ausgangsidee. Die genaue Länge ergibt sich daraus, wie viel Zeit der Mechanismus und die Aussage benötigen.
- Einstieg: Anlass und Produkt schnell zusammenbringen.
- Demonstration: den Unterschied im Bild nachvollziehbar zeigen.
- Abschluss: eine klare Handlung anbieten, die zur Zielseite passt.
Anzeige und Landingpage müssen dieselbe Geschichte erzählen
Wenn die Anzeige einen bestimmten Verschluss zeigt, sollte der Klick zum passenden Produkt und zu diesem Vorteil führen. Ein Wechsel auf eine allgemeine Shopseite zwingt Besucher, das Angebot erneut zu suchen. Auch Produktname, Darstellung und versprochene Eigenschaften sollten übereinstimmen.
Besprich vor der Produktion, welches Produkt beworben wird und welche Zielseite vorgesehen ist. Erst danach lohnt sich die genaue Szenenplanung. Kampagneneinstellungen, Tracking und Anzeigenschaltung sind separate Aufgaben; ein Video allein ersetzt diese Arbeit nicht.
Was du für die Anfrage mitbringen kannst
Hilfreich sind der Produktlink, die vorgesehene Zielseite und die Ausrichtungen, die dein Ads-Team einsetzen möchte. Wenn bereits Anzeigen laufen, helfen außerdem ihre Bildideen und tatsächlich verfügbare Ergebnisse. Du brauchst keine fertige Videovorlage.
Für Tests sollten Varianten einen erkennbaren Unterschied haben, etwa einen anderen Einstieg oder einen anderen Anwendungsfall. Mehr Fassungen sind nicht automatisch bessere Werbung. Ob sie mehr Verkäufe bringen, wird an der gesamten Kampagne geprüft – mit passenden Conversion-Daten und genügend Kontext.
Häufige Fragen
Muss ich sofort Videos in allen drei Ausrichtungen produzieren?
Die geeigneten Fassungen werden mit dem Kampagnenverantwortlichen festgelegt. Google empfiehlt passende Video-Assets in mehreren Ausrichtungen. Ein sinnvoll geplantes Set ist hilfreicher als zahlreiche fast identische Dateien.
Kann ich einen vorhandenen Produktfilm verwenden?
Ja, wenn Aussage, Länge und Bildaufbau zur Anzeige passen. Häufig braucht es einen direkteren Einstieg, eine andere Anordnung im Hochformat oder einen neuen Abschluss.
Verbessert ein eigenes Video garantiert die Performance?
Nein. Es kann dein Produkt besser zeigen, aber Ergebnisse hängen auch von Angebot, Zielseite, Auslieferung und Messung ab. Die Wirkung muss in der Kampagne geprüft werden.
