App-Store-Preview erstellen: die App vor dem Download zeigen
Ein App-Store-Preview zeigt Interessenten, was sie in deiner App tatsächlich tun können. Für Apples App Store bilden echte Aufnahmen der App auf dem Gerät die Grundlage. Ein verständlicher Anwendungsfall ist dafür meist hilfreicher als eine schnelle Tour durch alle Menüs.
Store-Preview und Werbefilm haben andere Aufgaben
Ein Werbefilm kann mit einer Alltagssituation beginnen und die App in einer frei gestalteten Szene inszenieren. Ein Apple-App-Preview soll dagegen die tatsächliche Oberfläche und Funktion innerhalb der App zeigen. Ein Smartphone-Mockup oder eine komplett neu animierte Oberfläche ist dafür nicht automatisch geeignet.
Diese Unterscheidung gehört vor die Produktion. Kläre, ob du Material für den Store, die Website oder Anzeigen brauchst. Dieselbe Produktidee kann mehrere Fassungen verbinden, aber Anforderungen und Ausgangsmaterial sind unterschiedlich. Für Google Play werden dessen Vorgaben separat geprüft; eine Apple-Fassung sollte nicht ungeprüft für jeden Store übernommen werden.
Eine vollständige Aufgabe auswählen
Für eine Event-App könnte der Ablauf lauten: ein Event auswählen, ein Ticket erhalten und das Ticket öffnen. Jede Szene führt zur nächsten. Eine Reihe unverbundener Screens zeigt zwar viele Funktionen, lässt aber offen, was der Nutzer mit ihnen erreicht.
Wähle eine Aufgabe, die zu den Besuchern deiner Store-Seite passt. Der Einstieg sollte die App-Erfahrung schnell erkennbar machen. Ein langes Logo-Intro nimmt dafür Zeit weg. Weitere Funktionen können eigene Previews erhalten, wenn sie etwas Neues zeigen. Das Beispiel unten ist ein Layoutentwurf zur Planung, keine echte App-Aufnahme.
Vom Event bis zum Ticket.
Auswählen
HOURS
Ein Event finden
Bestätigen
AFTERHOURS
01 / ADMIT
Das Ticket erhalten
Öffnen
Das Ticket bereithalten
Die echte App als Ausgangsmaterial vorbereiten
Für die Aufnahmen helfen ein stabiler App-Stand, ein vorbereitetes Testkonto und sinnvolle Beispieldaten. Persönliche Kundendaten gehören nicht in das Material. Wenn du Aufnahmen lieferst, sollten sie die benötigten Schritte vollständig zeigen. Abrupte Ladesprünge oder fehlende Zustände können sonst einen Ablauf suggerieren, den die App nicht bietet.
Apple beschreibt Previews als gerätespezifisch und erlaubt pro unterstützter Sprache bis zu drei Videos von jeweils bis zu 30 Sekunden. Die konkreten Exportanforderungen werden für die gewählten Zielgeräte aktuell geprüft. Ein Website-Video im frei gewählten Format ist deshalb nicht automatisch eine passende Lieferdatei für App Store Connect.
- App-Link und Plattform
- Stabiler App-Stand und ausgewählter Anwendungsfall
- Testkonto mit freigegebenen Beispieldaten
- Echte Aufnahmen der benötigten Schritte
- Zielgeräte, Sprachen und Veröffentlichungstermin
Schnitt und Bildtexte erklären die Bedienung
Ein kurzer Bildtext kann erklären, was im nächsten Schritt passiert. Eine Markierung kann eine relevante Aktion hervorheben. Beides sollte die echte Aufnahme verständlicher machen. Die Gestaltung darf keine Funktion oder Reaktionsweise vortäuschen, die die App nicht besitzt.
Weil Apple-Previews standardmäßig ohne Ton starten, muss die Hauptaussage auch dann erkennbar sein. Prüfe Textgröße und Lesedauer in der tatsächlichen Darstellung. Wichtige Hinweise zu gezeigten kostenpflichtigen Funktionen gehören ebenfalls in die Planung. Die aktuellen Store-Vorgaben bleiben die Grundlage für Inhalt und Abgabe.
Vorschaubild und Wirkung mitplanen
Ein gutes Vorschaubild zeigt einen klaren Produktmoment, auch wenn das Video nicht automatisch läuft. Wähle dafür einen verständlichen Zustand der App, keine leere Ladeansicht. Prüfe, wie das Preview neben den übrigen Bildern wirkt: Es sollte wichtige Funktionen zeigen, statt dieselbe Aussage unnötig zu wiederholen.
Ein Video führt nicht automatisch zu mehr Downloads. Apple bietet Möglichkeiten, Varianten der Produktseite zu vergleichen, und zeigt auch ein Beispiel, in dem eine Seite ohne Preview besser abschnitt. Für deine App zählt, ob die Darstellung den Besuchern hilft. Eine feste Steigerung lässt sich deshalb nicht vor der Veröffentlichung versprechen.
Produktionsumfang und Übergabe festlegen
Ein Angebot sollte Aufnahmen beziehungsweise deren Vorbereitung, Schnitt, Bildtexte, Ton und benötigte Exportfassungen benennen. Mehrere Geräte und Sprachen können zusätzlichen Aufwand bedeuten. Auch geänderte Oberflächen nach einem App-Update müssen vor einer späteren Aktualisierung geprüft werden.
Für die erste Anfrage reichen der App-Link, der wichtigste Anwendungsfall und der geplante Store. Nenne vorhandene Aufnahmen, Sprachen, Termin und Budget. Ich schlage einen passenden Ablauf und Lieferumfang vor. Upload, technische Prüfung und Freigabe durch den Store werden mit dem zuständigen App-Team abgestimmt; eine garantierte Zulassung gehört nicht zum Produktionsversprechen.
Häufige Fragen
Kann ich meinen bestehenden App-Werbefilm verwenden?
Nur wenn Inhalt und Datei die aktuellen Anforderungen des jeweiligen Stores erfüllen. Für Apple-Previews sind echte App-Aufnahmen entscheidend. Frei inszenierte Smartphone-Szenen und nachgebaute Oberflächen sind dafür nicht automatisch geeignet.
Braucht das Preview eine Sprecherstimme?
Nicht zwingend. Der Ablauf sollte auch ohne Ton verständlich sein. Kurze Bildtexte und die tatsächliche Bedienung können reichen; eine Stimme ist eine zusätzliche gestalterische Entscheidung.
Kann dasselbe Video in Apple App Store und Google Play laufen?
Das wird anhand beider Plattformen geprüft. Inhalt, Seitenverhältnis, Einbindung und Exportanforderungen können abweichen. Benenne die gewünschten Stores vor der Produktion, damit passende Fassungen geplant werden.
